AKAKRAFT-Rallye 2003

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Fast jedes Jahr findet in den Sommermonaten eine AKAKRAFT-Rallye statt. Organisator ist immer der Zweite der Rallye des vorigen Jahres.

So eine Organisation bedeutet einen ganzen Haufen Arbeit, dennoch gilt es als unsportlich und es ist verpönt sich, den zweiten Platz mit Absicht nehmen zu lassen. Teilnehmen kann jedes Fahrzeug. Vom Fahrrad bis zum Oldtimer war schon alles dabei.

Man kann sagen, dass sich alle Teilnehmer jedes Jahr auf die Rallye freuen. Schließt sich doch an die Rallye der gemütliche Grillabend an. Bei dieser Rallye geht es nicht um Schnelligkeit. Vielmehr ist es eine Art "Schnitzeljagd" quer durch Hannover und Umland. Wie so eine "Karte" aussehen kann, könnt ihr euch einmal an dem beigelegten Auszug ansehen.

Es ist vorteilhaft Ortskenntnisse zu besitzen und speziell als Motorradfahrer auch noch eine 3. Hand oder das Gedächtnis eines Elefanten. Gestartet wird in Gruppen. Die Auswertung erfolgt durch den Orgator und der Gewinner wird reich beschenkt.

Die diesjährige Rallye wurde von Heiner organisiert und früh um 9 ging es los.


Die Strecke unterliegt bis zum Fahrtantritt strengster Geheimhaltung und es existieren nur zögerliche vorstellbare Bestrafungsansätze was mit demjenigen passieren soll, der diese umgeht. Es war meine erste Teilnahme. War ich noch der Annahme, diese Rallye spontan abzufahren, so war ich nach Empfang der Karte froh, mich einem zweiten Motorrad-Team anschließen zu können.

Meine Ortskenntnisse von Hannover sind so unvollständig, das ich die Route gar nicht wiedergeben kann. Ein paar Sachen weiß ich allerdings noch... es ging nach Süden und dort habe ich so ziemlich alles in Hannover und Umland gesehen. Seitdem weiß ich , dass Hannover gar nicht so hässlich ist, wenn man bestimmte Stellen meidet.


Ein paar lustige Aufgaben gilt es zu erfüllen. Das Auffinden einer Polizeiwache ist noch harmlos. Das davor Halteverbot ist, man aber automatisch... und das jeder ..... . Egal - nächste Aufgabe war es "ein paar Bullen mitzubringen" (Gilt diese Ausdrucksweise auch für manche Leute als Beschimpfung, so betrachte ich sie mehr als in den Sprachgebrauch eingeflossen.) Die natürliche Scheu des im Halteverbot stehenden Normalbürgers blockiert derartige Gedanken und ist er gespannt auf die Lösung des nächsten Teams. (Sie wurde trotzdem mehrmals , auch kreativ, gelöst!)


Apropos Verbot - ich bin mir sicher ich habe noch nie so sehr die Geduld anderer Verkehrsteilnehmer strapaziert wie auf dieser Rallye. Man erntet aber immer ein freundliches Lächeln, wenn man betont man sei auf einer Rallye. - Auch wenn man fragt welche Nummer wohl diese Brücke habe, oder wann hier wohl der nächste Bücherbus vorbeikomme. Außerdem kennen die Leute mit der Zeit das Problem. Ein paar örtlichen Gesellen die mit einem Getränk in der Hand auf Parkbänken die Probleme der Weltpolitik erörtern und zu lösen gedenken erweisen, sich als äußerst hilfsbereit und kommen direkt auf einen zu. Froh war ich auch darüber, dass ich mich entschlossen hatte nicht mit einer alten Maschine zu fahren. Ansonsten hätte ich die Rallye mit Schmerzen in der Kupplungshand aufgeben müssen.


Überraschend und sehr angenehm war der Zwischenstop bei Heiners Familie mit leckerem Kaffe und Kuchen. Allerdings gab es den nicht umsonst. Man musste ein kreatives Fragequiz beantworten ... meine Spezialität *grummel*. Auch durften wir keine Burn-outs vor dem Haus veranstalten, was aber nicht schade war. Erstens liegt das nicht in unserer Natur und zweitens bekamen wir ein zweites, drittes, viertes,... Stück Kuchen.

Es gäbe viel zu erzählen. Aber in meinem geschriebenem "Gruppenbuch-Wandertag-Stil" ist dies nicht wirklich unterhaltsam. Beim Erzählen am Lagerfeuer ist dies eh amüsanter.

Am Abend wurde der Grill opulent befeuert, mit Leckereien belegt (und mal ganz kurz und ganz lieb über Vegetarier gefrotzelt). Zweite wurden Thaddäus und Arne, wir sind alle gespannt auf das Jahr 2004.

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