Bericht: Einstellfahrt klassischer Motorräder
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Nachdem ich dann endlich am Freitag Nachmittag einen Transporter an der Hand hatte, wurde schleunigst eingeladen. Zelt-, Koch- und Grillsachen lagen schon parat, Werkzeug und Ersatzteile wurden noch ausgewählt. Da darf man nicht fahrig sein, denn - ihr wisst ja - neben dem Können des Fahrers entscheidet auch die richtige Materialwahl über Sieg oder Niederlage. Gesagt getan, drei Stunden später verlasse ich Halle über die A14 gen Riesa, nicht ohne vorher nochmal einen ordentlichen Stop bei Feinkostaldi eingelegt zu haben. Der T3 schnurrt und dankt mir die gemütliche fahrweise mit nur 12l/100km! Ankunft im fahrerlager, Vorstellung bei den Nachbarn, Baustrahler am Bus installiert und Zelt aufgebaut.
(Anm. d. Red: Bitte weitere Schreibweise überarbeiten, hatte keine Lust mehr, JN)
nächster tag: um neun steht die polizei am lager und ich freue mich weil die ja nur da sein können, um die strecke für übungszwecke zu sperren. aber falsch: kollege mechaniker von den nachbars ist mit seinem minibike illegalerweise ins dorf gefahren und dann via grün-weißem servicefahrzeug zurückgekehrt. keine übungsrunden also und den auferlegten müßiggang zum picnicken genutzt. das passt, denn im laufe des tages trudeln dann andi, andre und das rennteam klein mit günni und carsten aus leipzig ein. kaffee und kuchen, abends grillen und trinken. auf meinen vorschlag zum rizinus-fahrer-tuning und gewichtsoptimierung geht keiner ein ;-) nachts müssen wir noch die allzu angespannten nachbars auf der anderen seite in ihre schranken verweisen.
endlich sonntag-renntag: allgemeine anspannung, fahrerbesprechung, bikergottesdienst und ausgabe der startzeiten für die gruppen. dreimal gehe ich an den start 10, 12 und 14uhr. es gibt freie startzeiten innerhalb der gruppe für die fahrer. ist ja kein gewertetes rennen. ich habe mir tage vorher die startnummer 255 verpasst, weil sie a) 3-stellig ist und somit wahrscheinlich kein zweitesmal vorhanden ist und b) einfach verdammt gut aussieht. beim schieben an den start frage ich heinz rosner, ob wir nicht die maschinen tauschen wollen, aber er lächelt nur. startflagge und es geht los, eine einspurige straße im pulk auf den kamm, nach der ersten spitzkehre gebe ich ordentlich gas und trenne mich nach einer waghalsigen überholaktion vom verfolgerfeld. überhaupt kann ich die etwas holprige strecke auch dem kamm recht gut leiden, weil mein serienfahrwerk hier einiges verzeiht. auf dieser strecke kann ich einige düser wieder einholen, die mich auf der abschüssigen straße nach der zweiten kehre alt aussehen lassen. auf dieser befindet sich auch die männerkurve, die mit vollgas zu durchfahren ist.
nach dem ersten lauf bemerkt andre, dass sich das ritzel aus der verzahnung gelöst hat und mistamt kette nach rechts außen gewandert ist, wo sie sich in das aluminium des stoßdämpfers gefräst hat. günni opfert seinen kerzenschlüssel und kurzerhand wird dieser als distanzstück zur schwinge hin eingesetzt. das war schauscharauben unter hochdruck, zum zweiten lauf nur etwas verspätet.
drei rennen später fällt endlich die ganze anspunnung des tages ab, ich kann essen und scherzen. überhaupt ist die ganze rennveranstaltung gut ausgegangen. nein, fast. denn es gab einen sturz an der start/ziel kurve. ein bäckermeister ist von der strecke abgekommen und hat seine maschine zerklumpt. er ist aber körperlich unversehrt geblieben.
beste grüße
euer _osz
-- Dipl.-Des. Stefan Oßwald mehrwerk designlabor http://www.mehrwerkdesignlabor.de 06108 Halle/ ernst-könig-straße 2 Hochschule für Kunst & Design Halle http://www.formfixer.de
